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Quelle und Produktion: Oberpfalz TV Nord GmbH & Co. Studiobetriebs KG Amberg

 

 

 

Fahrkompetenztest für PKW-Fahrer


Immer wieder zweifeln ältere Autofahrer – zuweilen auch deren Angehörige – an ihrem fahrerischen Können und neigen dazu, Unsicherheiten oder Fahrfehler als Folgen des Alterns einzuordnen. Allerdings ist das Alter an sich in der Regel nicht der Grund für auftretende Schwächen im Straßenverkehr. Die Unfallforschung hat festgestellt, dass Kraftfahrer ihre Fahrkompetenz auch bis ins hohe Alter erhalten können, wenn sie körperlich und geistig gesund sind und vor allem in Übung bleiben. Sogar bei über 70-Jährigen steigt die Unfallbeteiligung nicht an, wenn sie mit dem Auto aktiv bleiben. Dramatisch noch oben geht dagegen die Unfallkurve bei denjenigen, deren Fahrleistung weniger als 3.000 km im Jahr beträgt. Die Frage ist nur, wer gibt den älteren Fahrern in welcher Form Rückmeldung, wenn doch der Eindruck entsteht, es würde etwas nicht stimmen? Wenn die Ehefrau, die Kinder oder Freunde Sorgen wegen des Fahrverhaltens äußern, wird das von den Betroffenen unter Umständen als Bevormundung betrachtet. Es kann deshalb sinnvoller sein, sich von einer neutralen Stelle beurteilen zu lassen.

Der Landesverband Bayerischer Fahrlehrer e. V. hat für Pkw-Fahrer einen Fahrkompetenztest entwickelt, der erfahrenen Autofahrern Rückmeldung zu ihren Kenntnissen und Fähigkeiten gibt. Wer wissen möchte, wie es um die vorhandenen Kenntnisse und um das eigene Fahrkönnen bestellt ist und in welchen Bereichen Optimierungspotenzial besteht, kann einen Theorietest, einen Praxistest oder beide Teile ablegen. Die Ergebnisse werden ausschließlich dem Teilnehmer mitgeteilt, keinesfalls irgendeiner Behörde. Neben der mündlichen Information durch den Fahrlehrer erhält jeder Proband eine schriftliche Stellungnahme vom Landesverband Bayerischer Fahrlehrer. Diese Stellungnahme beinhaltet neben der Rückmeldung zur Fahrt auch konkrete Hinweise und Tipps, mit welchen Maßnahmen der Fahrer sein Verkehrswissen und seine Fähigkeiten gegebenenfalls erhalten oder erweitern könnte. Diese Hinweise sollen eine Entscheidungshilfe für den Fahrer sein, sie sind nicht als Fahreignungsbegutachtung zu verstehen und können ein solches auch nicht ersetzen. Der Fahrkompetenztest wird von speziell ausgebildeten Fahrlehrerinnen und Fahrlehrern durchgeführt, die einer regelmäßigen Weiterbildungspflicht unterliegen.

 

Aufgaben und Ziele des FKT:

  • Bestätigung der Fahrkompetenz

  • Rückmeldung zu vorhandenen Optimierungsmöglichkeiten

 

Empfehlung geeigneter Maßnahmen

  • zur Stabilisierung der vorhandenen Fahrkompetenz

     

  • Zur Entwicklung von Strategien zu Gefahrenvermeidung

     

  • Zur Nutzung von geeigneten Assistenzsystemen

     

  • Zur Aktualisierung des Verkehrswissens

 

Der Test bietet

  • Unterstützung der Selbsteinschätzung

     

  • Hilfe bei eventueller eigener Unsicherheit in Bezug auf fahrerische Fähigkeiten oder bei Zweifeln von Angehörigen

     

  • Eine Diagnose des Kompetenzniveaus

     

  • Stellungnahme basierend auf den während des Theorie- oder Praxistests festgestellten Fähigkeiten und Kenntnissen

 

Der Test ist nicht

  • Fahreignungsgutachten ( im Sinne einer Fahrverhaltensbeobachtung) oder Ersatz für die MPU


  • Prognose über die in der Zukunft zu erwartende Entwicklung der Fahrkompetenz des Verkehrsteilnehmers